Rixheimerstrasse 7

Reihenmehrfamilienhaus mit 5 Wohnungen und Hinterhof-Atelierhaus
Baujahr 1923

 

Im April 2016 kam die zweite Liegenschaft hinzu, ein gepflegtes 4-stöckiges 20er-Jahre-Haus mit einem ehemaligen, kleinen Ladenlokal und zwei Werkateliers im Hinterhof. Einiges war über die Jahre hinweg renoviert worden, auch durch die Mieter selbst. Die Etagen werden noch mit Gas oder Holz beheizt.

Als das Haus nach dem Ableben der Besitzerin verkauft werden sollte, versuchten die langjährigen Mieter, sich „ihr“ Haus selbst zu erwerben. Dies gestaltete sich schwierig, denn die Erbengemeinschaft hatte bereits eine Immobilienfirma mit dem Verkauf beauftragt. Die Bewohner konnten die Kaufverhandlungen immerhin durch ein eigenes Angebot blockieren, denn die Erbengemeinschaft bevorzugte die Mieterschaft. Die Hausgruppe gelangte dann über verschiedene Träger des gemeinnützigen Wohnungsbaus an das Mietshäuser Syndikat. Bald nach dem ersten Treffen mit den Bewohnern übernahm das MHS die aktive Rolle und organisierte die Abwicklung der Handänderung. Die Preisvorstellung der Verkäufer war aber anfangs noch zu hoch, zumindest eine Hausbewohnerin hätte sich die zukünftige Miete gar nicht mehr leisten können. Die weiteren Verhandlungen führten dann zu einem grosszügigen Entgegenkommen seitens der Erbengemeinschaft und ermöglichten schliesslich den Kauf. Hilfreich waren ferner ein privates Darlehen und die Bereitschaft der Hausgruppe, sich mit dem Kauf von Genossenschaftsanteilscheinen wesentlich an der Eigenkapitalisierung zu beteiligen.

Die RIX 7 ist ein Musterbeispiel für die erfolgreiche Koordination zwischen verschiedenen Institutionen, die sich für soziale Nachlassplanungen einsetzen. Dieses Engagement wird auch vom Dachverband WBG Nordwestschweiz unterstützt. Es zeigt sich, dass sich der gemeinsame Einsatz für den Erhalt von bisherig günstigem Wohnraum lohnt und dass Genossenschaften die dafür geeignete Organisationsform sind.

Die Genossenschaft MHS begleitet und unterstützt nun die Hausgemeinschaft beim Aufbau einer möglichst weitreichenden Selbstverwaltung. Nach dem Kauf wurde bereits die Parterrewohnung sanft renoviert, im Zeitraum von etwa fünf Jahren sollen nun gemeinsam mit der Hausgruppe vorrangig die Themen Wärmedämmung und die zentrale Wasseraufbereitung/Heizung angegangen werden.

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